Crap Fèss
Bergün
Unter dem grossen Stein, der heute den Namen Crap Fèss (der gespaltene Stein) trägt, wohnten einst, wann genau ist nicht bekannt, aber es muss schon lange her sein, eine Gruppe Zwerglein. Des Öfteren erledigten sie in der Nacht in Windeseile vor allem Feldarbeiten der Bergüner Bevölkerung. Manch einer wusste nicht wie ihm geschehen, war aber überaus froh, dass die anstehende Arbeit bereits vollendet war. Friedlich und unbemerkt lebten die Zwerge im Wald der Cregstas Crestota. So vergingen die Jahre. Eines Tages aber wurde ihr Versteck und ihre Anwesenheit von zwei Lausbuben, die auf der Suche nach verlaufenen Schafen waren entdeckt.
Fortan lebten die Zwerge in grosser Angst und verliessen ihr Heim unter dem grossen Stein nur noch bei tiefster Dunkelheit. Immer wieder wurden sie bei der Feldarbeit gestört und von den Lausbuben geplagt. Sie verteilten zum Beispiel Steine auf den Feldern, so, dass die Sensen der Zwerge sofort stumpf wurden. Schweren Herzens beschlossen die Zwerge, ihr Heim für immer und ewig zu verlassen. Aus Wut und Enttäuschung spalteten sie den mächtigen Granitblock und wurden seither nicht mehr gesehen.
Weitere Informationen
Wandern Sie auf dem Sagenweg zum Crap Fèss. Hier ist ein Platz entstanden, der zum Verweilen einlädt. Der gemütlich eingerichtete Grillplatz steht allen Besuchern zur Verfügung. In einem Kasten liegt ein Ordner, in dem die Sage des Crap Fèss in bargunsegner, puter (Oberengadiner romanisch) in deutscher, in italienischer, in französischer und englischer Sprache aufgeführt ist.
Kontakt
Bergün Filisur Tourismus
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Spaziergang um den Crap Fèss, dessen Legende von den Zwerglein erzählt